Prinzip:
Eine Wärmepumpe ist eine Maschine, die Wärme von einem
niedrigen Temperaturniveau unter Aufwand von Arbeit auf ein höheres
Temperaturniveau transportiert.
Dies geschieht in einem geschlossenen Kreisprozess durch ständiges ändern des
Aggregatzustandes des Arbeitsmittels (verflüssigen, expandieren, verdampfen, komprimieren).
Nach dem gleichen Prinzip arbeitet auch ein Kühlschrank, der die Innenwärme entzieht und nach Außen
abgibt.
Es gibt unterschiedliche Arten von Wärmepumpen:
- Wasser/Wasser- Wärmepumpe
- Luft/Wasser-Wärmepumpe
- Luft/Luftwärmepumpe
Wärmepumpen-Heizungen können als Wärmequelle die
gespeicherte Sonnenenergie im Erdreich, in Grundwasser, sowie in der
Umgebungsluft oder thermische Solaranlagen nutzen.
Zur Zeit sind die Kompressionswärmepumpen die am häufigsten benutzten
Wärmepumpen.
Durch die Nutzung dieser gespeicherter Sonnenenergie kann im Vergleich zu
modernen Öl- oder Gasheizungen bis zu 40 % Primärenergie eingespart werden.
(Quelle: VDI Nachrichten vom 3.12.1999)
Leistungszahl (ε ) der Wärmepumpe:
Die Leistungszahl beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung
zur elektrischen Antriebsleistung in einem genau festgelegten Arbeitspunkt
(Temperaturen).
ε = Wärmeleistung / Antriebsleistung
= (Umweltenergie + Antriebsleistung) / Antriebsleistung
Bei einer Leistungszahl (ε )
von 4 bedeutet dieses, daß das Vierfache der eingesetzten elektrischen Leistung
in nutzbare Wärmeleistung umgewandelt wird.
Die Leistungszahl ist von der Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und
der Wärmeverteilung abhängig:
Je geringer diese Temperaturdifferenz (Temperaturhub) ausfällt, um so
wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe.
Daher ist die optimale Planung der Gesamtanlage von großer Bedeutung.
Anwendungsgebiete:
Die Wärmepumpe wird in den verschiedensten Bereichen der
- Klimatisierung
und Tiefkühlung
- Gebäudeheizung
- Warmwasseraufbereitung
eingesetzt.